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Berichte / Bezirks-Schützenverein Affoltern

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Rückblick Delegiertenversammlung 2005 (Bericht/Bilder E. Schlatter, Anzeiger)

Jahresberichte; siehe Übersicht "Berichte" >>

Die umfangreichen Geschäfte der 122. Delegiertenversammlung des BSVA konnten am vergangenen Samstag im Singsaal Obfelden kurz vor Mitternacht mit der Zustimmung zu allen vorliegenden Anträgen beschlossen werden.

Von Ernst Schlatter

Vorgängig der eigentlichen Delegiertenversammlung gaben Rolf Kneubühl und Urs Georgi vom Zürcher Kantonalen Schützenverband den Anwesenden einen ersten Einblick in die Zielsetzungen und Strukturen des geplanten Einheitsverbandes für den Kanton Zürich. 

Förderung des Schiesswesens als Breitensport über alle Schiesssportarten
Der Zürcher Schiesssportverband soll – analog dem Zusammenschluss auf eidgenössischer Ebene – alle Zürcher Schiessverbände unter einem Dach vereinigen. Die Aufgaben in Abteilungen sollen nach Sportgeräten oder Sachthemen gebündelt werden. Durch den Zusammenschluss der Zürcher Schützen soll gegenüber der Öffentlichkeit, der Politik, der Wirtschaft und gegenüber den Medien und Sponsoren die gemeinsame Sicherstellung der Infrastrukturen für die Zukunft der Vereine, vornehmlich die gemeinsame Nachwuchserfassung und Nachwuchsausbildung sichergestellt werden. Damit verbunden ist ein fortschrittlicher Auftritt als moderner Sportverband, eine Attraktivierung der Wettkampfangebote und eine Imageverbesserung für den Schiesssport, um Vereinsauflösungen entgegen zu wirken. Bereits im Herbst 2005 sollen die einzelnen Beschlussfassungen der betroffenen Verbände und Unterverbände vorliegen, damit der operative Einsatz ab 1. Januar 2006 gewährleistet werden kann. (Leider ist der Zürcher Armbrustschützen-Verband schon vorzeitig aus den Verhandlungen ausgestiegen).

Als Vertreterin des Gemeinderats Obfelden begrüsste Maja Sheik Fareed-Hedinger die 82 anwesenden stimmberechtigten Delegierten des BSVA. Der Musikverein unter der Leitung des Dirigenten Markus Frey umrahmte die Einleitung und spielte zu Ehren der im vergangenen Jahr verstorbenen Kollegen.

Licht- und Schattenseiten aus dem Jahresbericht des Präsidenten
Dem Jahresbericht des Präsidenten, Josef Wyss, war – neben Erfreulichem (zum Beispiel die positive Werbung für das Schiesswesen durch die sympathische Schützenkönigin Fabienne Frey aus Zwillikon)  – leider auch ein Teilnehmerrückgang beim Feldschiessen und Bezirksschiessen zu entnehmen. An der  Informationsrundfahrt anlässlich des Feldschiessens nahmen dieses Jahr  Gemeindevertreter aus acht Gemeinden teil. Der Dank des Präsidenten ging an die Gemeinde Aeugst, welche am Schluss der Behördenfahrt einen Imbiss spendiert hatte. Die Einführung der neuen Reglementierung des SSV für das Feldschiessen lässt immer noch auf sich warten, sollte nun aber in diesem Jahr erfolgen. Für die kommende Saison wünscht er allen Schützen viel Erfolg am Eidgenössischen Schützenfest in Frauenfeld (20. Juni bis 17. Juli 2005). 

Die Jahresberichte der Ressortchefs (Jungschützen-Chef, Nachwuchs-Chef, der Bezirks-Schützenmeister und Match-Chefs (25 m / 300 m) lagen in schriftlicher Form vor und wurden einstimmig abgenommen. Ebenso unbeanstandet passierte die Rechnung, welche die Kassierin, Ruth Scherrer,  schon seit 15 Jahren führt.

Bezirks-Schützenmeister: Nachfolge geregelt
Nach den Bestätigungswahlen des Vorstandes, die in globo erfolgten, galt es einen Ersatz für Fredi Baur, den langjährigen Bezirks-Schützenmeister 300 m (er hatte das Amt 20 Jahre lang inne!) zu bestimmen. Viktor Stutz vom FSV Stallikon wurde ehrenvoll für dieses wichtige Amt gewählt.  Fredi Baur wird ihn noch während des ersten Amtsjahres in seinen Aufgaben unterstützen, sodass ein nahtloser Übergang gewährleistet ist. 
Für den zurücktretenden Nachwuchs-Verantwortlichen, Hansjörg Tellenbach konnte ein Vertreter der jüngeren Garde gewonnen werden: Stefan Böni vom SV Affoltern wird – neben den Funktionen als Nachwuchs-Verantwortlicher - ab 2006 auch das Amt des Aktuars, Webmasters und Presseverantwortlichen übernehmen und somit Willi Schumacher ablösen.

Verdiente Ehrung für Fredi Baur
Unter allen Ehrungen sei die Ehrung und Ernennung zum Ehrenmitglied von Fredi Baur herausgegriffen. Der Präsident Josef Wyss würdigte die langjährigen Verdienste des Geehrten in einem launigen Rückblick auf dessen vielfältigen Tätigkeiten für den Verein während der letzten 20 Jahre und überreichte dem in Obfelden wohnhaften Aargauer  eine Aargauer-Fahne, die mit dem Kürzel «BSVA» bestickt worden war. 

Statutenänderung und Neufassung der Erhebung der Jahresbeiträge
Infolge des Rückgangs der Bundesübungs-Absolventen und somit der Bundesbeiträge musste ein neuer Modus der Beitragserhebung gesucht werden, um die Einnahmenrückgänge zu kompensieren. Die Jahresbeiträge bestehen aus einem Sockelbeitrag je Verein (100 Franken) und einem Mitgliederbeitrag (4 Franken) pro lizenziertem Aktiv-A-Schützen.

Bezirks- und Winterschiessen: geöffnet auch für nicht Verbandsschützen
Dem Antrag des Vorstandes, diese beiden Anlässe zu öffnen, wird zugestimmt. Somit können neu auch alle Vereine, die nicht dem BSV Affoltern angehören, daran teilnehmen. Den entsprechenden Reglementsanpassungen wurde ebenfalls zugestimmt. 

«Das Militär gibt es noch»
Mit diesen Worten eröffnete Oberst René Koller, eidgenössischer Schiessoffizier und Vertreter der Gruppe «Sport und ausserdienstliche Tätigkeit» (SAP) seine Ausführungen. Dabei brach er auch eine Lanze für das Schiesswesen als Sport. Er machte darauf aufmerksam, dass zurzeit alle Reglemente zum ausserdienstlichen Schiesswesen überarbeitet und aktualisiert werden.  Gleichzeitig machte er  – aus seiner Sicht – auf mögliche Folgen eines Ja zu Schengen aufmerksam. (Waffenrecht würde nicht mehr von uns bestimmt). 

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©oka